Architektenwettbewerb
Berliner Büro gewinnt Architektenwettbewerb zum „docu center ramstein“
Berlin, Luxemburg und Stuttgart – das sind die Städte aus denen die Sieger des Architektenwettbewerbes für das „docu center ramstein“ (dcr) kommen. Am Donnerstag, den 10. März 2011 wurden im Ramsteiner Haus des Bürgers in einer Feierstunde die Preise verliehen. Den ersten Preis gewann das Architektenbüro ZHN Gesellschaft von Architekten aus Berlin. Der zweite Preis ging an das Architektenbüro Paul Bretz in Luxemburg, der dritte Preis an das Büro Dasch Zürn von Scholley Architekten in Stuttgart. Drei weitere Anerkennungspreise gingen an Architekturbüros in Ingelheim, Stuttgart und Düsseldorf.
Im Frühjahr 2010 war der Wettbewerb in einer Sitzung im Mainzer Innenministerium beschlossen und bereits im Spätsommer 2010 europaweit ausgeschrieben worden. Von 48 Bewerbungen kamen schließlich 15 in die engere Auswahl, die auch alle fristgerecht abgegeben wurden. Am 25. Februar hatte das Preisgericht unter dem Vorsitz des Kaiserslauterer Architekten und stellvertretenden Vorsitzenden der Architektenkammer Rheinland-Pfalz, Gerold Reker getagt, die 15 Wettbewerbsarbeiten ausführlich begutachtet und diskutiert und schließlich seine Beschlüsse einstimmig, wie Reker betonte, gefasst. Acht stimmberechtigte Fach- und Sach-Preisrichter und sechs weitere sachverständige Berater ohne Stimmrecht hatten zu entscheiden. Reker bezeichnete die eingereichten Entwürfe des Wettbewerbs als „sehr gut besetzt“.
Entscheidend sei am Ende die Beantwortung der Frage gewesen, was man mit dem dcr erreichen wolle. Hier habe die Leiterin des Alliierten-Museums in Berlin, Gundula Bavendamm, für eine architektonische Lösung geworben, die mit einer offenen Darstellung „nach draußen strahle“. Dieser offene Charakter zeichne auch den Gewinner des ersten Preises aus, der zudem auch im inneren Gefüge einer der besten Arbeiten abgegeben habe. Der städtebaulich recht einfache zweigeschossige Baukörper mit verglastem Oberbau besticht durch eine leichte und transparente Erscheinung. Als „zurückhaltende aber gestalterisch hochwertige Lösung“ wurde der Entwurf bewertet.
Bürgermeister Layes bedankte sich bei allen Beteiligten für die Begleitung und Unterstützung. Es sei bemerkenswert, wie viel Unterstützung die Projektidee docu center ramstein inzwischen in der Region, bei Land und Bund und vielen Institution gefunden habe. Mit dem Wettbewerb habe die Verbandsgemeinde einen weiteren wichtigen Schritt hin zu einer Umsetzung des Projektes getan. Gregor Schulte aus dem Innenministerium der Landesregierung bestätigte, dass die Mittel für den Bau des Gebäudes eingeplant seien. Offen sei jedoch nach wie vor die Frage des Betriebes und der Unterhaltung einer solchen Einrichtung. Eine Stiftung sei hier die aussichtsreichste Lösung für eine langfristig gesicherte Finanzierung. Schulte wörtlich: „Der Wille des Landes zur Realisierung des docu centers ist da!“

