Mit der Sonderausstellung „Labor Service – Zwischen Zivil und Militär“, die ab dem 21. März im Docu Center Ramstein zu sehen ist, widmet sich das Museum einem bislang wenig beachteten Kapitel deutsch-amerikanischer Nachkriegsgeschichte: Im Mittelpunkt stehen die „Labor Service Units“ (LSU), die aus den Umbrüchen des Zweiten Weltkriegs hervorgingen und zu den transatlantischen Beziehungen zwischen Deutschland und den USA bis heute beitragen.
Bereits während des Zweiten Weltkrieges richteten die US-Streitkräfte den „Military Labor Service“ ein. Die ersten Einheiten bestanden aus „Displaced Persons“, die zunächst Wachaufgaben für amerikanische Einrichtungen, Kriegsgefangene und inhaftierte NS-Verbrecher übernahmen. Mit Beginn des Kalten Krieges und im Kontext der Berlin-Blockade 1948/49 wandelte sich ihre Funktion jedoch grundlegend. In den 1950er Jahren erfolgte zudem eine institutionelle Neuordnung – und aus den LSU entwickelten sich die „Civilian Support Organizations“, die bis heute bestehen.
Die neue Ausstellung, die vom 21. März bis 28. Juni im DCR zu sehen ist, beleuchtet diese Entwicklung im Spannungsfeld von zivilem Leben und militärischer Organisation. Sie thematisiert institutionelle Veränderungen ebenso wie individuelle Lebenswege und fragt nach der besonderen Form deutsch-amerikanischer Zusammenarbeit.
Zur Ausstellungseröffnung am Samstag, 21. März, 14 Uhr, geben Angehörige des Theater Logistics Support Center – Europe & Africa, 6966th Transportation Truck Terminal Einblicke in ihre Arbeit und schlagen damit eine Brücke von der historischen Entwicklung zur Gegenwart.
Ausstellungseröffnung: Samstag, 21. März 2026, 14:00 Uhr
Ausstellungsort: Docu Center Ramstein, Schernauer Straße 46, 66877 Ramstein-Miesenbach
Öffnungszeiten: Dienstag-Sonntag, 14-17 Uhr, Eintritt frei
5. März 2026